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Mittwoch, 30. März 2016

MMM im Osterkleid

Ich bin verliebt!
In mein neues Frühlingskleid...


Bilder: L1!!!

Es handelt sich um meinen Bastelschnitt, hier und hier und hier bereits gezeigt.

Die Bilder sind am Wochenende in Ostwestfalen entstanden - meine Tochter hat geknipst. Und heimlich am Rock gezogen????


Das Shirt drunter macht das Kleid zu einem all time favourite, ich kann es mehrmals anziehen.


Und hier noch mit farblich passendem Jäckchen.


Der Stoff ist ein toller Baumwollstretch aus dem Tuchwerk in Mühldorf am Inn, gekauft beim Urlaub vor zwei Jahren.


Und hier noch ein Teaser: Mein Badenixen-Kleid ist fertig!

Bin gespannt, ob die anderen MMM-Teilnehmerinnen auch schon in Frühlingskleidern schwelgen...

Mittwoch, 3. Februar 2016

MMM im Geburtstagsgastkleid (Vogue V8613)

Ihr Lieben!
Am heutigen MMM zeige ich mein neuestes Kleid, eine Version eines meiner Lieblingsschnittes V8613. Das Kleid habe ich anlässlich des halbrunden Geburtstags meiner Mama genäht und am vergangenen Wochenende, auf der Feier, getragen.

Zunächst ein paar Fotos, gestern geschossen (von meiner Tochter):



 
Mit Gürtel:


Hier ein Detailbild des etwas heftigen Stoffes:
 
 

Diesen hat mir Julia besorgt - erinnerst Du Dich? - vom Fabrikverkauf vor 1, anderthalb Jahren. Es handelt sich um einen hochwertigen, schweren, Baumwoll(?)Stretch, sehr stretchig und entsprechend angenehm zu verarbeiten und zu tragen.

Ehrlich gesagt hat mich der Stoff zunächst gar nicht angesprochen. Wieder auf den Schirm bekam ich ihn als ich neulich Wiebke zufällig auf dem Markt traf und sie sich einen Jersey mit ganz ähnlichem Muster kaufte. Zum 65. schließlich erschien er mir wie geschaffen.

Hier nochmal ein paar Bilder aus Westfalen:






 
Ein bisschen ungewöhnlich und heftig, ich weiß...
 
Aber letztlich gefällt mir das Kleid. Ich trag es jetzt schon ein paar Tage und fühl mich wohl.



Und hier auch noch mal die Rückenansicht.


Fazit: Manchmal muss ein Stoff nur lang genug liegen, irgendwann kommt seine Zeit!


Mittwoch, 25. März 2015

MMM im neuen Knotenkleid


Der Frühling ist da und nölt gleich rum: bähhh, nix anzuziehen! Neue Kleider müssen her. Wie jedes Jahr besteht dringender Bedarf an Jerseykleidern.

Wie gut, dass der Maybachufermarkt wieder mit schönen Stoffen aufwartet.


Der Schnitt: das heiß- und langgeliebte Knotenkleid von Onion, vor 5 Jahren auf dem Stoffmarkt Holland entdeckt, seitdem tausendmal genäht: mein Schicksalskleid. Im Netz finden sich so viele Versionen, der Schnitt ist ein Tausendsassa, sehr wandelbar. Er eignet sich als Schwangerschaftskleid und Jogginghosenersatz und macht im Job, auf Feiern, auf dem Rad und beim Eis eine gute Figur.
 
So ist es auch mit diesem Kleid - auch wenn mich diese etwas schiefe Ausschnittlösung etwas irritiert. Aber da geh ich nicht mehr ran.


Meine kleine Tochter wollte auch mal knipsen...


Ich freu mich, heute beim MMM dabei zu sein, der von Anne eröffnet wird und bin gespannt auf Eure Outfits!

Sonntag, 15. März 2015

Veränderung

Veränderung ist wohl das, was die meisten von uns nicht wirklich toll finden. Die meisten Menschen sind doch Gewohnheitstiere, die ihre Routinen schätzen und nur sehr ungern ändern. Veränderung verunsichert, es ist nicht klar, was danach kommt und wohin die Reise geht und was die Zukunft bringt. Da man das aber sowieso nicht weiß, lohnt es sich, ab und an die alten Wege zu verlassen und Neues auszuprobieren.

Mit dem Ausstieg aus der MMM-Crew geht für mich die Reise nun woanders hin. Nach zweieinhalb Jahren ist jetzt die Zeit, etwas Neues anzufangen. Ich bleibe dem MMM natürlich treu und freue mich auf viele weitere gemeinsame Mittwoche. Eure Kommentare zu unserem Ausstieg zeigen mir, dass der MMM nach wie vor - natürlich! - von vielen sehr geschätzt wird. Toll, dass mit Monika, Nina, Karin und SyBille vier tolle Bloggerinnen jetzt den Staffelstab übernehmen. Das ist wunderbar!

Für mich und die anderen sowie Lotti kommt jetzt etwas Neues: Unser Nähkränzchen in Briefen. Während ich das hier gestern Abend schrieb, bastelten die anderen noch eifrig am Layout und diskutieren die Frage: rosa, grüner oder roter Hintergrund? Ich bin gespannt auf das Ergebnis und freue mich auf das neue Format. Und natürlich stellt das Netz auch für diese Veränderung das passende Zitat bereit: "Die Zeit ist eine Schneiderei, die auf Änderungen spezialisiert ist."

Sicherlich kennt Ihr das Gefühl das sich einstellt, wenn Ihr Euch zu einer Veränderung durchgerungen habt. Die frühere Unsicherheit ist weg, dafür gibt es Lust auf Neues. Es riecht nach Frühling! So geht es mir gerade. Ich lade Euch herzlich ein, unserem Briefwechsel zu folgen - dieser blog hier bleibt aber bestehen, ich werde die Beiträge doppelt veröffentlichen.

Mittwoch, 7. Januar 2015

MMM - Das schönste Kleid des Jahres 2014

Heute findet sich der folgende Text auf dem MMM blog:

Es ist mir eine Ehre, den ersten MMM des neuen Jahres einzuläuten und Euch alle hier in froher Runde und hoffentlich frisch und frohen Mutes begrüßen zu dürfen. Ich bin Melleni und schreibe - im letzten Jahr erschreckend wenig - auf talentfreischoen.

(Apropos: Fasst Ihr an Silvester gute Vorsätze? Falls ich mir welche machen würde, gehörte dieser sicherlich dazu: Im neuen Jahr wieder mehr Zeit und Energie mit dem Pflegen des Blogs und der liebgewonnenen Internetkontakte aufwenden.)

Der erste MMM der Winterpause dient traditionell der Rückschau. Viele haben ja "zwischen den Jahren" bereits Rückblicke auf ihren Blogs unternommen und so die Kleidungsstücke, Posts, Kommentare und Themen des letzten Jahres vorgestellt. Heute nun geht es darum, das "schönste Kleidungsstück" des letzten Jahres auszuwählen und uns allen hier (nochmal) vorzustellen.

Wie Ihr gleich sehen werdet, lege ich diese "Regel" recht weit aus und zeige drei Lieblingskleidungsstücke meines Nähjahres 2014, die für mich alle auf Platz 1 gehören.

Beim gestrigen Schreiben dieses Posts bin ich das Jahr nochmal durchgegangen und hatte einige Aha-Momente: Kleider, die ich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte, die mir so "durchgerutscht" waren und über die ich mich jetzt richtig freute. Ja, genau deshalb hatte ich ja mal mit dem bloggen angefangen: Für diese Form der ganz persönlichen "Werkschau".

Fangen wir im Sommer an: Dieses Jahr entdeckte ich (via Frau Knopf) den wunderbaren Schnitt Tiramisu von Cake Patterns: hier und hier. Anlässlich eines MMM unternahm ich dann den ultimativen Vergleich zwischen Tiramisu und Vogue 1027.
Wenn ich noch ein weiteres Highlight nennen sollte, ist es sicherlich der Badenixen Sew Along, der in diesem Jahr von Lotti gehostet wurde. Das Ergebnis - mein gepunkteter Tankini - wird nach wie vor äußerst gerne getragen. (Im neuen Jahr dann gerne auch öfter, siehe "gute Vorsätze").

Kommen wir nun zu meiner Auswahl ganz persönlicher Lieblingskleider 2014. Als erstes zu nennen sind unbedingt meine Dirndl nach Burda 8448. Dirndl? Ja, Dirndl! Und das kam so: Julia lud im Juli zum Dirndl und Tracht Sew along - und beim Anblick der Spring/Summer 2015 Kollektion von Lena Hoschek (bei Suschna findet sich die Show, hier die Kollektion) hat mich das Dirndl Africain Fieber gepackt. Es folgte eine gemeinschaftliche Großbestellung in London - und dann dieses Probe-Dirndl.

Heute zeige ich es mit einer wunderbaren Strickjacke der noch viel wunderbareren Wiebke, die mir diese Jacke vor Längerem geschenkt hatte. Sie ist wie gemacht für das Kleid, eine perfekte Kombination!

Also, dieses Kleid ist definitiv nicht nur mein Kleid 2014, sondern ein ganz heißer Kandidat für den Platz meiner besten Kleider überhaupt. Ich liebe es und trage es nach wie vor sehr ausgiebig und gerne. Sollte es irgendwann auseinanderfallen, habe ich - der Göttin sei's gedankt - den gleichen Stoff in schwarz-rot auf Lager. Cool, oder?


Ob mein Afrika-Dirndl eine ebensolche Karriere hinlegen wird, muss sich noch zeigen. Schick aussehen tut es auf jeden Fall schon mal:

Nachdem ich glücklich mit dem Probekleid war, dauerte es einige Zeit, bis ich das afrikanische Dirndl nähte. Irgendwas "wichtiges" (heißer Tipp: Datenauswertung!) ist wohl dazwischen gekommen - und schon war der klassische Dirndl-Monat Oktober vorbei und meine Motivation sank und sank. Irgendwann raffte ich mich auf und das afrikanische Dirndl erblickte das Licht der Welt - aber nicht die Nähblog-Welt.
 
Die Präsentation des Kleides habe ich mir bis heute aufgespart hat bisher irgendwie immer nicht hingehauen - und mal ehrlich: im Dezember macht das ja auch keinen richtigen Sinn. Das Kleid hing also an meinem Schrank, war ein echter Stimmungsaufheller, aber kam bislang nicht an die Luft. Wir werden sehen was der Frühling bringt.
 
Schön ist es ja! 
 
Kommen wir nun zu meinem dritten Platz 1: eine neue Version von Simplicity 7411, meinem all time favourite. Aus dem Schnitt sind bereits diverse Lieblingskleider entstanden, zum Beispiel dieses und dieses hier.

Da der Stoff eines sehr gerne getragenen Kleides sich langsam zu Tode pillt, wollte ich mir unbedingt ein neues rotes Kleid nähen. Und dies ist es geworden:


Der Stoff ist von diesem Trip in die schöne Kaiserstadt, gekauft bei Julis ehemaligem Nachbarn :).

Was soll ich sagen? Der Stoff und das Kleid sind perfekt! Es lässt sich zu wirklich jeder nur erdenklichen Gelegenheit tragen: zur Arbeit, auf dem Sofa, an Weihnachten, Silvester, morgens, mittags, abends. Immer.

Besonders happy macht mich, dass ich die Ärmel - im Zuge einer himmlischen Eingebung - abgeschnitten habe. Ich dachte mir: Mh, das könnte eine gute Idee sein, so ist es wandelbar und muss nicht jeden Tag in die Maschine. Und siehe da: Das stimmt. Man kann es an allen Weihnachtstagen hintereinander tragen - wenn man denn will. Da der Weihnachtskleid Sew along an mir vorbei gegangen ist, hab ich genau das gemacht. So wurde das letzte Kleid des Jahres, anders als geplant, mein diesjähriges Weihnachtskleid.
 

Etwas symptomatisch vielleicht, dass dieses für mich stressige und energiezehrende Jahr mit einem völlig uninnovativen Schnitt und Kleid geendet ist. Solange ich damit aber gut aussehe, kann ich damit aber sehr gut leben :).



Mittwoch, 10. Dezember 2014

MMM - im Stoffwechsel-Kleid!


Am Sonntag berichtete ich zähneknirschend, dass ich zum Stoffwechsel-Finale leider keine Ergebnisse vorzeigen konnte. Nun komme ich meinem Versprechen nach, am heutigen MMM eines der zwei Kleider zu zeigen. Das hat geklappt! Heureka!

Kurz der Rückblick: hier sieht man die zwei Stoffe sowie die Auswahl der Schnittmuster. Das Jersey sollte zu McCalls M5974 werden.


Wie ich finde, eine gute Wahl!
Durch die Raffungen ist der Schnitt raffiniert, insgesamt aber ein schöner Basic-Schnitt (wie Julia, die ihn mir geliehen hat, mir richtigerweise als Empfehlung mit auf den Weg gab). Eine erste Version des Kleides habe ich laut Maßtabelle in einer 16 genäht - viel zu groß!
Hierfür nahm ich gleich zwei Nummern kleiner - drei wären auch gegangen. Da der Ausschnitt etwas zu weit geraten ist, ist ein Hemdchen unterm Kleid angesagt. Damit wird es aber auch wintertauglich(er).
 



Liebe Stoffpatin, ich danke Dir für den schönen Jersey. Die Qualität ist prima. Das Kleid ist bereits fester Bestandteil meines Kleiderschranks geworden. Ich freue mich sehr über ein unifarbenes Jerseykleid - eine echte Premiere!
 
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wer Du bist, liebe Stoffpatin. Deshalb kann ich leider nur ein großes Danke in die Welt rufen - in der Hoffnung, Du liest hier heute überhaupt mit!


Donnerstag, 13. November 2014

WKSA 2014 - eine Tradition wird fortgesetzt!

Woran merken wir, dass bald Weihnachten ist? An den (immer früher startenden) Weihnachtsmärkten? An Lebkuchen? Am Schmuddelwetter? Ja, alles nicht falsch. Aber in der Nähnerdszene gibt es jedes Jahr aufs Neue einen Indikator, der uns zuverlässiger als alles andere auf Weihnachten einstimmt: Der Weihnachtskleid-Sew-Along aka WKSA.

In diesem Jahr laden uns Dodo und Frau Kirsche zum besinnlichen, gemeinschaftlichen und virtuellen Nähen ein. Sie führen damit die Tradition der letzten Jahre fort. Schaut mal im MMM blog, da gibt es heute weitere Informationen!

Mittwoch, 15. Oktober 2014

MMM mit großem Kragen aber schmalem Kleid



Der MMM wird heute erstmals von einem Gast angeführt. Ich freue mich sehr über diese Neuerung - und auf den Tag mit Frau lila und gelb!

Am letzten Mittwoch zeigte ich mein erste Kleid nach Vogue 7717. Es gab jede Menge positive Rückmeldungen - danke Euch! - aber auch Verständnis, dass ich mit dem Kräuselrockteil nicht hundertpro zufrieden bin.


Eigentlich wollte ich das Kleid lassen wie es ist und die Idee, das Rockteil in Falten zu legen, einfach mit dem bereit liegenden grauen Stoff umsetzen.

Da aber eine kleine Herbstreise ansteht und die Zeit knapp wird, erschien es mir schlau, kein neues Kleid zu machen sondern einfach nochmal dieses zu ändern.

Das habe ich gestern Abend gemacht. Hier das Ergebnis:







Hier nochmal der direkte Vergleich:



Also, mich überzeugt es! Ich empfehle den Schnitt unbedingt, er ist toll! Aber: Frau sollte sich gut überlegen, ob es die gekräuselte Variante sein soll oder nicht besser eine weniger bauschige.

Auch mit Strickjacke macht es sich gut - so kommt der große Kragen richtig gut raus.



Ich hab relativ viel Weite aus dem Rockteil genommen und den Rest in 2 mal 9 Falten gelegt.

Und einen neuen Gürtel hab ich auch gekauft.... Danke, Monika, nochmal für den Tipp!

In einem blog hab ich neulich die Frage gelesen: Was hörst Du beim Nähen? Meine derzeitige Antwort: Die aktuelle Platte von Miss Platnum - die einzige Platte, auf der mir wirklich absolut jedes einzelne Lied gefällt. Hammer! Ich höre es gerade in Dauerschleife.

Zum Beispiel diese beiden:




Dienstag, 16. September 2014

Alles neu macht der... Herbst!

Getreu dem Motto: "Nur wer sich ändert bleibt sich treu" hat die MMM-Crew die Sommerpause genutzt und einige Neuerungen entwickelt.
Ab sofort begrüßen wir Katharina, Dodo und Claudia in unserem Team. Und wir suchen Gastbloggerinnen für die wöchentlichen MMMs. Spannend!
Schaut doch mal hier rein!

Me Made Mittwoch

Mittwoch, 18. Juni 2014

MMM - im doppelten Lottchen


Herzlich willkommen zum heutigen MMM, hier und auf dem MMM blog.

In den letzten Tagen las und hörte ich, dass es anderswo kühl und grau ist - in Berlin herrschte bis gestern moderates Sommerwetter. Ich bin absolut kein Hochsommertyp und mag den Sommer so wie er gerade ist (oder bisher war? Ab Freitag wird es auch hier kühler...) am liebsten, gerne auch noch 2, 3 Grad mehr, aber bitte mit kühler Briese.

Nähtechnisch bin ich schon im Urlaubsmodus und habe bereits angefangen meine Urlaubsgarderobe zu nähen. Wie im letzten Jahr schonen wir unsere Klimabilanz und fahren nach Oberbayern. Ich gehe von moderatem Sommerwetter aus und plane entsprechende Kleidung.

Passenderweise habe ich am Wochenende einen Stoff verarbeitet, den ich im letzten Jahr zusammen mit Christel gekauft habe. Offenbar hatte ich was größeres mit ihm vor - immerhin hab ich 5m des feinen Viskosejerseys gekauft. Genug, um meine beiden derzeitigen Lieblingsschnitte - Tiramisu und Vogue 1027 - daraus zu nähen. Gesagt, getan, die Kleider waren am Donnerstag zugeschnitten und am Samstag spät hatte ich zwei neue fast identische Sommerkleider. Ein bisschen bekloppt, ich geb`s zu.

Frau Crafteln schrieb vorgestern, dass ihr mal wieder auffällt, dass sie beim Nähen gerne auf Nummer sicher geht. Ein Schnitt, einmal für gut befunden, wird von ihr gerne immer wieder genäht. Sie zeigt dies mit einer Galerie wunderschöner und gar nicht immer gleicher Kleider. Vielfalt in Einheit sozusagen.

Mir geht es ganz genau so wie ihr. Wenn sich ein Schnitt bewährt, gehe ich in Serie. Ich finde das auch mehr als schlüssig: ich hasse das Abpausen von Schnitten und durch die Mehrfachnutzung "rentiert" sich diese Arbeit sehr. Und wenn ein Schnitt richtig gut ist - warum sollte man dann auch nicht in Serie gehen?

Aber ich verstehe Frau Crafteln auch sehr gut in dem was sie zum MMM sagt: dass sie doch ein wenig Skrupel hat, hier immer wieder "das Gleiche" zu zeigen. Auch ich hab überlegt, ob ich allen Ernstes heute schon wieder ein Jerseykleid zeigen mag. Vielleicht kam deshalb auch die Idee mit den zwei Lieblingskleidern aus einem Stoff: Mehr vom Gleichen = doppelt gut!?

Wie auch immer. Hier ein paar total viele Impressionen von meinem neuen Vogue 1027 aka Wohnkleid:

Wie man sieht, binde ich die Bindebänder im Rücken, ich finde das hübscher als diese baumelnden Bänder vor dem Bauch.

Und hier nochmal in groß und Nahaufnahme. Wie schon an anderer Stelle geschrieben, halte ich den Schnitt für den ultimativen Sommer-Jerseyschnitt. Durch den weiten Rock und die angeschnittenen Ärmel ist das Kleid sehr schön luftig, man schwitzt nicht so darin und ist trotzdem sehr angezogen.
Der Schnitt ist gut umzusetzen und das Kleid näht sich recht flott und unkompliziert - bis auf die Bindebandlösung. Da muss man schon ein wenig "rumfrikkeln". Am Ende hat man beim Zusammensetzen von Ober- und Unterteil ziemlich viele Lagen Stoff, da hilft Vertrauen in die Maschine und beherztes Nähen, gerne auch eine zweite Runde zur Sicherheit.

Der Schnitt braucht recht viel Stoff und der Zuschnitt des Rockteils ist ein bisschen nervig, weil er eben so groß ist.
"Dafür" hat der Schnitt Taschen, und zwar große, das ist ein echter Pluspunkt. Und: Im Gegensatz zu ärmelfreien Kleidern mag ich an mir angeschnittene Ärmel sehr gerne, die ja noch dazu sehr flott zu nähen sind.
Ein echter Nachteil des Kleides: Es ist total unpraktisch wenn man wie ich auf dem Fahrrad unterwegs ist. Ich habe mir bereits eines meiner Kleider fast ruiniert - seit dem Wochenende ist es wieder heile! - und es macht wirklich keinen Spaß auf der Straße zu stehen und nicht zu wissen, wie man das Kleid jetzt wieder aus der Kette herausbastelt ohne sich per Schere zu befreien.
Ich löse das Problem mit einem Haargummi, für kurze Strecken ist das ok.
Kommen wir nun zur Nr. 2 meines kleinen Sommerjerseykleid-Contests: Tiramisu. Der Schnitt macht ja gerade gewisse Karriere im Internet, nicht zu unrecht wie ich finde.
Wo ähneln sich die beiden Kleider und welches sind die wesentlichen Unterschiede?


Tiramisu ist ebenfalls ein klassisches Fake-Wickelkleid, auch mit Taschen und moderat weitem Rockteil. Die Ärmel sind ebenfalls angeschnitten. Die Näh-Beschreibung ist sehr gut und ich denke, das Kleid ist durchaus auch für etwas erfahrene Anfängerinnen geeignet. Insgesamt finde ich Tiramisu einfacher und flotter zu nähen.

Was mich sehr irritiert hat, sind die Größenverhältnisse bei Tiramisu: Während ich beim Vogue-Kleid die 14 genommen habe (die 12 hätte es auch getan, ich hatte aber diesen Schnitt mit den größeren Größen), habe ich hier entsprechend der Größenangaben die 2. von 5 Größe gewählt  - und kann noch einige Zentimeter in der Breite wegnehmen. Ich bin mir fast sicher, dass mir auch die kleinste Größe passt - was schon sehr strange ist, ich trage üblicherweise Größe 40/42. Ach ja: laut Größenangaben müsste ich C-Cup wählen, da das zu groß war bin ich mittlerweile auf B umgestiegen.

Und: Ich habe die Oberteile um ca. 2 cm verlängert, in der Originalfassung verläuft die Naht direkt über der Brust. So is jetz schick!
Das Kleid eignet sich erheblich besser zum Fahrradfahren, man braucht keinen Knoten in den Rock zu machen.
Preislich liegen die beiden Schnitte derzeit gar nicht so weit auseinander - den Vogue-Schnitt gibt es aktuell bei Vogue für gut 17 $ - ich hab ihn auch schon teurer gesehen - und Tiramisu findet man z.B. bei Santa Lucia Patterns. Beide sind nicht gerade günstig, aber doch preiswert, wenn man ihn mehrfach näht.

Welcher der Schnitte gewinnt nun nach reiflicher Überlegung meinen kleinen Contest? Schwierig, da mir beide wirklich gut gefallen. Mema kommt nach ihrem Test zu dem Schluss, dass ihr Vogue besser gefällt als Tiramisu. Letztlich ist es - wie immer - eine ganz individuelle Entscheidung, je nachdem ob man nie Fahrrad fährt oder keine Lust auf zu viel Stoff hat.

Ich werde beide Schnitt sicherlich nochmal nähen - aber ganz sicher nicht mehr in diesem Jahr! Für`s erste hab ich genug Jerseykleider :)

Und Ihr so?