Samstag, 24. August 2013

Zwischenstand / Wochenende

Die zweite Woche Schule ist geschafft. Im Vergleich zu letzter Woche bin ich deutlich fitter. Es geht also bergauf, schneller als gedacht. Der Montag begann austestend: "Eigentlich mag ich heute mal nicht in die Schule..." In den letzten Wochen vor der Schule konnte L1 einfach mal zu Hause bleiben, wenn sie wollte, das geht jetzt natürlich nicht mehr. Aber in der Regel kommen wir gut gelaunt aus dem Haus und an der Schule an, ohne zu hetzen. Ich hab mich in den neuen Rythmus eigentlich ganz gut eingefunden und finde die regelmäßigen Spaziergänge im Treck mit den anderen Kindern und mit Zeit zum quatschen sehr angenehm. So kann's weitergehen bitte.

Zum Nähen bin ich nun, da die Erschöpfung sich wieder gelegt hat, also auch gekommen. Das Ergebnis: Ein sehr gelungenes Spätsommer- und Herbstkleid, das ich wohl am kommenden Mittwoch beim ersten MMM nach der Sommerpause zeigen werde.


Wenn es denn bis Mittwoch fertig ist: den gestrigen Nähabend verbrachte ich fast ausschließlich mit der Regulierung der Fadenspannung, leider erfolglos. Offenbar ist die Spulenkapsel - genauer: das kleine Rädchen zur Regulierung - im Eimer, so dass ich gleich mal los muss zu Herrn Meckelburg, um eine neue zu kaufen. Mag ich gerne, solche nicht eingeplanten Touren durch die Stadt, die Extrakosten verursachen.

Zwei neue Schnitte kann ich seit dieser Woche mein eigen nennen: Der erste - Butterick 5707- war ein klassischer Nach-der-Arbeit-Frustkauf. Ich hoffe sehrsehr, dass er sich nicht als Frustschnitt herausstellt!!! Drückt mir mal die Daumen!
B5707
Der zweite - Vogue 8701 - lief mir zufällig bei Karstadt über den Weg, als ich den ersten kaufte. 

 

Als ich ihn sah, wusste ich: das wird mein Sew-Along-Kostüm. Eigentlich hatte ich mich von der Dirndlmania  bei Julia und Susa anstecken lassen - hier und hier - und mit Hilfe von Lotti bereits schönen Stoff ausgesucht. Nachdem ich nun aber diesen Schnitt entdeckt habe, war klar: Ich muss Prioritäten setzen. Gewonnen hat... tada: das Kostüm. 

Ich bin sehr gespannt auf die Teilnehmerinnen an Catherines Aktion, die Auswahl an Kostümschnitten ist ja nicht so riesig und kaum vergleichbar mit z.B. Mänteln oder Kleidern. Spannend, was sich da so finden wird.

Desweitern überlege ich, in meine Nähausstattung zu investieren. Beim großen Kafferöster gibt es ab kommenden Dienstag nicht nur super gute Kleiderbügel, die - wirklich - glücklich machen, sondern auch einen ergonomischen Rollhocker, den ich schon im letzten Jahr kaufen wollte sowie eine verstellbare Schneiderbüste für nen Hunni. Was meint Ihr: Kaufen oder nicht?


Und nun noch zum Abschluß schöne Musik - genießt das Spätsommerwochenende!






Samstag, 17. August 2013

Sommergarderobe #5: Mama, hast Du wieder Deine Tischdecke an?!

 

Da sich der Sommer ja mutmaßlich - hoffentlich! - noch ein bisschen hält, kann ich meinen neuen Rock noch ein bisschen spazieren tragen.


Der Rock war in seinem früheren Leben eine Tischdecke, die vermutlich ähnlich viele Jahre auf dem Buckel hat wie ich. Gefunden hab ich sie bei einem Scheunenflohmarkt ganz in der Nähe unseres oberbayrischen Urlaubsorts.

Julis wunderschöne Tischdeckenröcke (hier, hier, hier) vor Augen nahm ich das gute Stück für schlappe 2 Euro mit. Im Ferienhaus angekommen wanderte sie erstmal in die Waschmaschine - der typische "Alte-Textilien-Mief" musste raus. Nach erneuten drei Wäschen finde ich den Geruch nun erträglich.

Hier das gute Stück in voller Pracht, äh Spannbreite

und in motion



Und hier nochmal die Blumenpracht in Nahaufnahme - ich bin ganz verzückt über diesen Fund!


Bei d*wanda habe ich bereits eine zweite 70er Jahre Decke erstanden (die genauso müffelt), mal sehen ob die noch in diesem Jahr ihre Renaissance erlebt.

(off topic: Ehrlich gesagt weiß ich nach der ersten Woche Schule gar nicht, ob ich jemals wieder zum entspannten Nähen komme. Beim Kinder-ins-Bett-bringen wär ich am liebsten gleich liegen geblieben. Frage an die erfahrenen Schulkind-Mütter: gewöhnt man sich dadran und kommt irgendwann wieder zum Hobby?)


Den Bund hab ich von diesem gut erprobten Rock genommen, so dass das Loch nicht ganz rund ist sondern vorn etwas tiefer und runder als hinten.

Der Rock hat weder Reißverschluss noch Gummibund, was das Anziehen immer etwas diffizil macht. Geht aber.

Etwas schade ist, dass er sich nicht zum T-shirt-in-den-Rock-und-Gürtel-drum-tragen eignet - er ist leicht transparent und jedes T-Shirt scheint durch.


Aber ansonsten issa schick!

Also: Wenn Ihr eine solche Tischdecke entdeckt: zugreifen! So easy kommt Ihr nie an nen Tellerrock!

Mittwoch, 14. August 2013

Bleibt alles anders

Ich formuliere es jetzt mal etwas pathetisch: Am Samstag hat für meine Familie ein neues Zeitalter begonnen. L1 wurde eingeschult und geht seit Montag fröhlich in die Schule. Die wunderbare Kitazeit ist damit für meine Große nun definitiv vorbei - nicht ganz einfach für L2, die ihre Schwester in der ersten Zeit ziemlich vermisst hat. 

Mittlerweile, nach ein paar Tränen und dem dritten Geburtstag, kann sie sich mit der Idee anfreunden, von jetzt an ihren Tag ohne ihre große Schwester in der Kita zu verbringen. Ein großer Schritt!

Ab sofort wird also ein Gutteil unseres Lebens vom Schulsystem diktiert gerahmt. (Passend dazu: Das Lob auf die Berliner Schule von Götz Aly) Lange Wochenenden in Westfalen sind damit, nunja, nur bedingt möglich. Doch die sicherlich einschneidenste Veränderung ist eine alltägliche: Schon der Einstiegsstundenplan sieht den täglichen Beginn um 8 Uhr vor. Das heißt: um 7:50 ist das Kind an der Schule. Mir scheint, dass ein Aufstehen um 6:20 etwas knapp ist, wenn ich frühstücken will, ist 6:15 besser weil entspannter. Im Moment ist das gut machbar, ich werde eh oft um 6 wach - aber im November? Oje...

Das grundsätzlich gute Gefühl, das ich in den letzten Wochen entwickelt habe, trägt bis jetzt. Und erstaunlicher Weise habe ich, anders als vermutet, am Samstag praktisch keine Tränen verdrückt. Die Stimmung auf der Feier war sehr wuselig und nicht so tragend und feierlich, so dass ich recht entspannt und gefasst durch den wunderbaren Tag gerutscht bin.

Nach der Feier sind wir - meine Eltern, mein Bruder mit Freundin und Baby, zwei erwachsene Cousin/en der Kinder und L1's Lieblingserzieher/innen - lecker essen gegangen. Nachdem ein nicht angekündigtes Regenschauer unsere Pläne für eine große Kaffeetafel mit allen frisch gebackenen Schulkindern aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft - immerhin 4! - zunächst durchkreuzt hat, haben wir Eltern uns dann doch noch spontan zusammentelefoniert und den Tag mit 40 Leuten aus der Nachbarschaft grillend, essend, quatschend und trinkend ausklingen lassen. Die Kinder mussten spät um 10 eingefangen werden. Es war phantastisch!

Jetzt noch ein Blick auf das wichtigste Utensil des Tages: die Schultüte. Ich war erst etwas ratlos über die Füllung. Letztlich hab ich, glaube ich, eine gute Mischung gefunden: neben ein "bisschen" Süßkram, Ella in der Schule, ABC-Stickern und Badetabletten, einem hübschen Notizbuch, ein Kuschelstern für den Ranzen und - der Knaller! - die aktuelle Radio Teddy CD.


Apropos Schultüte: Die Erstellung wäre einen eigenen Post wert. Ich sag nur so viel: Schlichte und schöne Tüten sind nach meiner eingehenden Marktstudie eine echte Marktlücke. Das was auf dem Markt ist ist meist jenseits von Gut und Böse - auch bei D*wanda... :).

Selberbasteln ist für mich mehr Bürde als Spaß - aber ich habe mich der Herausforderung gestellt. Und bin mehr als zufrieden. Die freundlichen Verkäuferinnen bei idee waren sehr hilfreich und haben mir gleich im Laden Schmetterlinge und Blumen aus passendem Papier ausgestanzt, ein Foto des Schulkindes war schnell auf Klebefolie gedruckt und mit den super tollen Maskingtape konnte selbst ich ein passables Ergebnis zaubern.

Ebenso zufrieden bin ich mit dem Einschulungskleid (nach diesem Schnitt): Hier das offizielle Einschulungsfoto, mit stolzen Eltern und aufgeregtem Kind.



Ich wünsch Dir eine schöne Schulzeit, meine Große!

Sonntag, 4. August 2013

(Fragwürdiger) Fernsehtipp: Frauen bewegt Euch!

Der Trailer des NDR-Films, der morgen um 23.15 Uhr in der ARD läuft - mit dem imperativen Titel: Frauen, bewegt Euch! - verspricht nichts Gutes: Das Klischee der gut ausgebildeten Frau, die beim kleinsten Gegenwind und wenn es ungemütlich wird, den Schwanz einzieht (haha), sich lieber der Arterhaltung widmet, ihr schönes Wirtschafts-Studium auf den Müll schmeist und fortan lieber auf dem Spielplatz statt in der Vorstandetage sitzt und Sandkuchen backt statt das ganz große Rad zu drehen.

O-Töne von Bascha Mika und nem Personaler, schön keifig und schrill, sowie das unvermeidliche: "Ich hab doch keine Kinder in die Welt gesetzt, um sie gleich wieder abzugeben" inklusive.

Da fehlt doch irgendwas? Nur was (*kratzamkopf*)...?

Ach ja, sowas in der Art: Wer, bitte, spricht mal über die - dazugehörigen - MÄNNER? Oder: 30 Stunden ist die neue Vollzeit Oder: Noch mit der besten Infrastruktur - sprich Volzeitkitaplatz - ist man nicht gegen die Unwägbarkeiten eines Lebens mit Kind (Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Traurigkeit, Zahnweh, schlechte Nächte, Schulprobleme, Liebeskummer...) gewappnet. Variante: Kinder brauchen Zeit. Punkt.
(Was, by the way, auch für Menschen ohne Kinder gilt. Das LEBEN braucht Zeit!)

Anders gesagt: "Zwei Leute in engagiertem Vollzeitdoppelplus mit allzeitiger Erreichbarkeit und Flexibilität" - das ist kein Zukunftsmodell!!! Neinneinnein, so wird das nix mit der menschen- weil familien- und damit kinderfreundlichen Gesellschaft.

Arrghhh.
Na, das kann ja was werden.
Ich werde trotzdem gucken.

Und mir dann einen anderen Film wünschen.
Einen titel hab ich schon: Chefs bewegt Euch! Aber subito.

Freitag, 2. August 2013

Die Peter Sloterdijk Entspannungstasche

Ein bisschen Entspannung gefällig?

Für alle Fans von Erwin Grosche - und die es werden wollen (nicht nur aus Paderborn :): 
Die Peter Sloterdijk Entspannungstasche. 

Bei mir hat's funktioniert!

Mittwoch, 31. Juli 2013

Sommergarderobe #4: Karokleid



Hier das erste tragbare Kleid aus New Look 6557, einem Schnitt den ich mir aus Kalifornien mitgebracht habe.

Der Schnitt ist schön, aber auch wieder nicht ganz ohne. In diesem Jahr hab ich ein echtes Problem mit der Mehrfachproduktion von Schnitten. Mal passen sie, dann sind sie wahlweise zu groß oder zu klein. 

Auch dieses passt so grade eben, ich muss ein bisschen den Bauch einziehen - und ärmellose Kleider sind generell nicht meine Lieblingsstücke. Dafür gibt es dann ja hübsche Jäckchen.

Der Stoff liegt hier schon lange, ein streichelzarter Baumwollstoff vom Markt, den ich lange nicht anschneiden wollte.


Dennoch: Genau das richtige für heiße Sommertage, die sich ja jetzt wieder ankündigen. Puh!


Montag, 29. Juli 2013

Reiserückblick: zwei Wochen in Weißblau

In den zwei Ferienwochen (die auch schon wieder zwei Wochen zurück liegen) sind wir zu echten Bayernfans geworden. Auch wenn natürlich politisch einiges alles dagegenspricht: Bayern ist schön!

Im Ernst: das war der entspannendste Urlaub seit wir nicht mehr allein zu zwei verreisen ever. Ich hab mehr als zwei ganze Romane gelesen - noch irgendwelche anderen Beweise nötig?

Im letzten Jahr haben wir uns einen lang gehegten Traum erfüllt und sind den Highway # 1 von L.A. nach San Franciscos gefahren - mit zwei kleinen Kindern wahrlich kein Entspannungsprogramm (hier, hier, hier und hier - Tage 13 bis 21 fehlen noch...). Um unsere persönliche Klimabilanz zu schonen war nach diesem Großurlaub klar: Wir bleiben im Land. Ich erinnerte mich an einen klasse Arbeitstrip an den Chiemsee - und schon stand das Ziel fest: Oberbayern! Lässt sich auch prima mit Besuchen von sehr netten Menschen kombinieren. Juchheee!

Ein paar Grippetage im Februar verbrachte ich auf dem Sofa mit der Suche nach einer schönen Unterkunft, gerne auf einem Bauernhof. Nach gefühlten 758 rustikalen Vollholz-Einrichtungen und einigen Tagen Ruhe für die Augen (und der Überlegung, dass wir die Wohnungen ja nicht kaufen wollen), entschieden wir uns für den Gilghof im schönen Weiler Sandgrub.

Eine gute Wahl!

So wurden wir empfangen:
 
Zum Runterkommen und Lesen war die Terrasse perfekt:
 
Das Begrüßungskomitee: Mona und Lisa - oder Lisa und Mona?!

Leider nicht fotografisch festgehalten hab ich die alltäglichen Großereignisse für die Kinder - die uns höchst entspannte Zeiten verschafften: noch warme Hühnereier aus den Nestern holen und frisch gekochte Frühstückseier genießen, per Trecker Gras für die Viecher holen und verfüttern, Sausewind, die Meersau, streicheln, kuscheln und füttern, Hühner beim Picken und Scharren beobachten, den Fuhrpark austesten und mit dem Kettcar fast das Auto der anderen Gäste demolieren, stundenlang auf dem Großtrampolin verbringen, dicke Freundschaft schließen mit dem Ferienkind in der zweiten Wohnung ("Geheimschwester")...

Der Reiseort Bauernhof hat mindestens zwei entscheidende Vorteile: Die Kinder können - noch vor dem Frühstück - raus, sich bewegen und zwar ganz autonom. Und, mit etwas Glück, gibt es noch andere Kinder im ähnlichen Alter, was ebenfalls zur Zufriedenheit aller beiträgt. Die einzigen stressigen Situationen am Tag hatten wir tatsächlich nur, wenn es morgens ums An- und abends ums Ausziehen ging. Und: die Region war hochwasserbedingt in diesem Jahr ziemlich mückengeplagt, das haben wir sehr zu spüren bekommen.

Nach ein paar Tagen des entspannten Abhängens starteten wir mit Erkundungen in die nahe Umgebung. Genial war das Freibad in Trostberg, wunderhübsch die Altstadt von Wasserburg, entspannend der Chiemsee mit der Herreninsel, interessant das Bauernhausmuseum in Amerang und ruhig und schön ein Besuch auf dem Gipfel des Hochfelln.

Sehr ans Herz gelegt haben uns unsere Vermieter den Trachtenumzug in Frabertsham.

Für eine Reise in den Süden sprach auch, dass wir so auch gleich noch tolle Bloggerinnen und deren Familien besuchen konnte. Wunderbarerweise hatten beide Zeit und Lust auf uns: Bei Christel und ihrer unheimlich netten Familie verbrachten wir einen entspannten sonnigen Tag, zuerst im eigenen Garten, später im Biergarten - und zwischendurch im Stoffgeschäft vor Ort mit klasse Angebot. Die Männer behaupteten doch tatsächlich, wir wären 2 Stunden weg gewesen... Dabei war der Laden doch gleich um die Ecke :)

Hier die Ausbeute:


Das bild unten links zeigt eine Tischdecke, die ich bei einem Hoftrödel getrödelt hab. Zugeschnitten hab ich sie schon, morgen oder übermorgen wird sie zu einem - ihr ahnt es... - Tellerrock :)

Gekauft hab ich noch mehr, und zwar hier: Ich bin nun auch stolze Besitzerin eines GERÄT - mein direkt vor Ort gekauftes Geburtstagsgeschenk. Wie gut, dass ich mich noch an die Quelle und den Namen von Meikes Gerät erinnerte und wie praktisch, dass es sich um einen Münchner Laden - im Gewerbegebiet! - handelte und wie noch praktischer, dass wir ohnehin nach München wollten und der nette Beitzer sich gerade dort aufhielt und mich so beraten und mir den Soft Lace verkaufen konnte. Der Laden ist nämlich kein Laden im eigentlichen Sinne sondern ein Lager, das man aber nach Absprache aufsuchen kann und das so aussieht:
Und wo ich schonmal da war musste ich auch noch die hübschen Kleider begutachten und konnte dieses nicht einfach dort lassen (Foto an der Frau derzeit wetterbedingt nicht möglich):

Wie schon erwähnt hab ich für meine Verhätlnisse richtig viel gelesen:
Kinderbücher u.a. diese zwei: Das schon länger in unserem Beitz befindliche und jetzt wiedergefundene Mein Haus ist zu eng und zu klein von Axel Scheffler und Julia Donaldson, dem Grüffelo-Team. Sehr schön für die Kleinen.

Neu entdeckt: Die Reihe Erst ich ein Stück dann Du, für Erstleser. Bekannte Bücher und Klassiker wurden nach dem Prinzip neu aufgelegt: ein Teil des Textes ist extra groß und in Druckbuchstaben gestaltet, so dass das Kind mitlesen kann. In unserem Fall haben wir Heidi gelesen, eine Geschichte, die ich als Kind geliebt habe. Hübsch illustriert, sehr zu empfehlen.


Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes: Eine Geschichte, die ein wenig an Ziemlich beste Freunde erinnert, hier jedoch als sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Will, der seit einem schweren Unfall im Rollstuhl und schwer depressiv ist und Louisa, die, ohne davon zu wissen, engagiert ist, um aufzupassen, dass er sich nicht das Leben nimmt. Klingt kitschig, ist aber schön :)


Und - der Tip der Fachfrau bei Hugendubel - Jodi Picoults Beim Leben meiner Schwester. Die Geschichte einer Familie, deren Alltag einzig um die chronisch leukämiekranke Kate kreist. Anna, die jüngere Schwester, kam auf die Welt, um ihrer Schwester mit Stammzellen das Leben zu retten - und die folgenden 13 Jahre immer wieder Prozeduren über sich ergehen zu lassen. Mit 13 nimmt sie sich einen Anwalt, um in gesundheitlichen Fragen nicht mehr über sich fremdbestimmen zu lassen. Klingt ebenfalls hochdramatisch - ist aber gut geschrieben und vor allem sehr gut recherchiert. Das Dilemma in dem sich Anna befindet - moralisch, rechtlich, ethisch, emotional - wird sehr überzeugend beschrieben. Trotz des Plots musste ich nur am Anfang und am Ende ein paar Tränen verdrücken, kein Rührstück also :)

Auf der Heimfahrt haben wir noch zwei Tage bei einem alten Freund im schönen Regensburg verbracht.



Zum krönenden Schluss ging es zu Julia und ihrer Familie, die uns zwei ganz tolle Tage im schönen Franken geschenkt haben. Die Kinder haben sich gut verstanden, der Wein war lecker, das Essen ebenso - wir hatten Spaß und wollten eigentlich noch bleiben...


Fazit: Wenn nichts dazwischen kommt, machen wir genau diesen Urlaub im nächsten Jahr wieder. Im Ernst: Es war ganz und gar wunderbar.