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Montag, 29. September 2014

NfA: Noch mehr Dindl!

Wir sind zu einem verlängerten Wochenende in die Alte Heimat nach OWL gefahren, ins Herz der Warburger Börde. Dort findet alljährlich die Oktoberwoche statt. Eine gute Gelegenheit, die neuen Dirndl auszuführen.


Bereits vor einem Monat habe ich die zwei Kleider für die Mädchen genäht. Der Schnitt ist aus der letzten Burda. L1 hat sich schon seit dem letztjährigen Urlaub in Oberbayern dringend ein Dirndl gwünscht. Mit dem Dirndl Sew Along kam jetzt auch die Motivation nicht nur mir sondern auch dem Nachwuchs ein Trachtenkleid zu machen.

In L1s Klasse sind noch zwei weitere Mädchen mit Dirndln unterwegs - ich kann diesen Befund also nur bestätigen.







Die Dirndl werden gern und oft getragen - was mich sehr freut, ich finde sie sind einfach Zucker! Ein NfA*-Projekt, das sich wirklich gelohnt hat!


*NfA: Nähen für Andere

Mittwoch, 14. August 2013

Bleibt alles anders

Ich formuliere es jetzt mal etwas pathetisch: Am Samstag hat für meine Familie ein neues Zeitalter begonnen. L1 wurde eingeschult und geht seit Montag fröhlich in die Schule. Die wunderbare Kitazeit ist damit für meine Große nun definitiv vorbei - nicht ganz einfach für L2, die ihre Schwester in der ersten Zeit ziemlich vermisst hat. 

Mittlerweile, nach ein paar Tränen und dem dritten Geburtstag, kann sie sich mit der Idee anfreunden, von jetzt an ihren Tag ohne ihre große Schwester in der Kita zu verbringen. Ein großer Schritt!

Ab sofort wird also ein Gutteil unseres Lebens vom Schulsystem diktiert gerahmt. (Passend dazu: Das Lob auf die Berliner Schule von Götz Aly) Lange Wochenenden in Westfalen sind damit, nunja, nur bedingt möglich. Doch die sicherlich einschneidenste Veränderung ist eine alltägliche: Schon der Einstiegsstundenplan sieht den täglichen Beginn um 8 Uhr vor. Das heißt: um 7:50 ist das Kind an der Schule. Mir scheint, dass ein Aufstehen um 6:20 etwas knapp ist, wenn ich frühstücken will, ist 6:15 besser weil entspannter. Im Moment ist das gut machbar, ich werde eh oft um 6 wach - aber im November? Oje...

Das grundsätzlich gute Gefühl, das ich in den letzten Wochen entwickelt habe, trägt bis jetzt. Und erstaunlicher Weise habe ich, anders als vermutet, am Samstag praktisch keine Tränen verdrückt. Die Stimmung auf der Feier war sehr wuselig und nicht so tragend und feierlich, so dass ich recht entspannt und gefasst durch den wunderbaren Tag gerutscht bin.

Nach der Feier sind wir - meine Eltern, mein Bruder mit Freundin und Baby, zwei erwachsene Cousin/en der Kinder und L1's Lieblingserzieher/innen - lecker essen gegangen. Nachdem ein nicht angekündigtes Regenschauer unsere Pläne für eine große Kaffeetafel mit allen frisch gebackenen Schulkindern aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft - immerhin 4! - zunächst durchkreuzt hat, haben wir Eltern uns dann doch noch spontan zusammentelefoniert und den Tag mit 40 Leuten aus der Nachbarschaft grillend, essend, quatschend und trinkend ausklingen lassen. Die Kinder mussten spät um 10 eingefangen werden. Es war phantastisch!

Jetzt noch ein Blick auf das wichtigste Utensil des Tages: die Schultüte. Ich war erst etwas ratlos über die Füllung. Letztlich hab ich, glaube ich, eine gute Mischung gefunden: neben ein "bisschen" Süßkram, Ella in der Schule, ABC-Stickern und Badetabletten, einem hübschen Notizbuch, ein Kuschelstern für den Ranzen und - der Knaller! - die aktuelle Radio Teddy CD.


Apropos Schultüte: Die Erstellung wäre einen eigenen Post wert. Ich sag nur so viel: Schlichte und schöne Tüten sind nach meiner eingehenden Marktstudie eine echte Marktlücke. Das was auf dem Markt ist ist meist jenseits von Gut und Böse - auch bei D*wanda... :).

Selberbasteln ist für mich mehr Bürde als Spaß - aber ich habe mich der Herausforderung gestellt. Und bin mehr als zufrieden. Die freundlichen Verkäuferinnen bei idee waren sehr hilfreich und haben mir gleich im Laden Schmetterlinge und Blumen aus passendem Papier ausgestanzt, ein Foto des Schulkindes war schnell auf Klebefolie gedruckt und mit den super tollen Maskingtape konnte selbst ich ein passables Ergebnis zaubern.

Ebenso zufrieden bin ich mit dem Einschulungskleid (nach diesem Schnitt): Hier das offizielle Einschulungsfoto, mit stolzen Eltern und aufgeregtem Kind.



Ich wünsch Dir eine schöne Schulzeit, meine Große!

Sonntag, 2. Juni 2013

Nachtrag: Schützenfestkleider

Vor zwei Wochen, am Pfingstwochenende, waren wir in der westfälischen Heimat zur Traditionspflege zum Schützenfestfeiern. Den Anlass habe ich, genau wie im letzten Jahr, genutzt, meinen Töchtern mal wieder neue Kleider zu nähen. Sie bekommen wirklich sehr, sehr selten etwas von mir genäht, ich bin eine sehr egoistische Näherin. 

Aber zunächst zum Fest. Am gefühlt einzigen Sonnentag des Monats Mai fand der große Festumzug statt. Die Leute hatten echtes Glück: es war erstaunlich warm und sehr sonnig, schon am nächsten Tag war es recht schattig und deutlich kühler. 
Meine These ist ja, dass das Schützenfest zu den Festen gehört, die man eigentlich nur in dem Ort ertragen kann, in dem man großgeworden ist, aber das ist eine andere Geschichte. 

Hier nun einige Impressionen:
 
 
L1 bezeichnet sich selbst voller Stolz als Landei. Neulich verkündete sie mir, dass sie, wenn sie groß ist, nach B. zieht (in den Ort, aus dem ich komme), dort ein Haus haben wird und zwei Kinder und Hunde. Ach ja, zusammen mit E., ihrem Kitakumpel, dessen Großeltern, passenderweise, aus dem Sauerland kommen. Könnte also klappen.

Jedenfalls konnte sie es gar nicht abwarten, an Opas Hand am Umzug teilzunehmen.


Nun zum Schnitt.
Es handelt sich um diesen Simplicity Kinderschnitt aus der Sew Simple Reihe, C2019. Im Netz findet sich nullkommanix von diesem Schnitt. Ich habe ihnim letzten Jahr kurz vor Ende unserer Kalifornienreise in einem Walmart gekauft. Meiner Erinnerung nach hat er 99 ct. gekostet.

Der Bogen enthält die Größen 3 bis 8, ich habe die Kleider in 4 und 6 zugeschnitten. Ursprünglich war geplant, beide identisch zu nähen. Die gestreifte Stoff ist ein Rest von diesem hier, beide sind vom Markt.

Die benötigte Menge habe ich wohl ein bisschen unterschätzt. Jedenfalls hatte ich für das kleinere Kleid einen der Streifen falsch zugeschnitten und konnte ihn deshalb nicht nutzen. Eine Alternative musste her.

 In meiner Restekiste fand sich dieser hübsche Streublümchenstoff aus Baumwolle.

Beide Kleider sind mit blau-weiß-gepunktetem Schrägband gesäumt.

Ich bin mit beiden Kleidern sehr glücklich und zumindest L1 trägt ihr Kleid auch richtig gerne. Der Schnitt wurde auserkoren für das Einschulungskleid, das hier in 9 Wochen (!) benötigt wird, schließlich eignet sich das Rockteil als Drehrock, eine Grundvoraussetzung für diesen ausserordentlichen Anlass :)!

Besonders freut mich die gute Verarbeitung der Kleider. Alles ist sauber und ordentlich, ich habe überhaupt nichts auszusetzen. Die Übung zahlt sich aus.

Dienstag, 5. Februar 2013

Nähen für andere: Mei Tai

Zum ersten Mal seit Langem musste ich mich zu einem NfA*-Projekt nicht durchringen, sondern habe es von ganzem Herzen gerne gemacht: Das Geburtsgeschenk für meinen Neffen, einen Mei Tai.

Meine Große, L1, habe ich gerne getragen, ein Tragtuch war jedoch nicht so unsers, aber der Ergo Carrier tat gute Dienste. L2 habe ich noch viel öfter und mehr getragen, mit einem Kleinkind an der Hand ist es noch viel praktischer, wenn man das Baby tragen kann. Neben dem Ergo tat ein von Catherine geliehener selbstgenähter Mei Tai (der nicht wie der berühmte Cocktail sondern Mee Tai ausgesprochen wird, aber das nur nebenbei *klugscheißereiaus*) gute Dienste. Da die Kleine irgendwann rausgewachsen war, wollte ich mir gerne auch selbst noch einen nähen. Leider blieb es bei der Idee. 

Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben und so nutzte ich die Gelegenheit und setzte mich gleich nach der Geburt meines Neffenkindes an die Maschine und nähte so eine tolle Babytrage aus Stoffen vom großen Möbelschweden.


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Herhalten für die Fotosession musste der Teddy meiner Töchter, ob die Trage auch beim kleinen Herrn H. ankommt: wir werden sehen!


* Nähen für andere

Dienstag, 24. April 2012

NfA*: Babysachen

*Nähen für andere

Seit sprichwörtlich Monaten "muss" ich ein Babyset nähen. Schon vor der Geburt des Babys - vermutlich schon vor dem Mutterschutz meiner Kollegin - habe ich meine Kollegen und Kolleginnen zusammengetrommelt, Geschenke überlegt und besorgt und vollmundig verkündet: Ich näh ihr noch was schönes!

Die Hose war relativ flott fertig - beste Grüße an Andrea, die mir den Schnitt abgepaust hat! - und auch ein Shirt. Das Shirt gefiel mir aber nicht, die Verarbeitung war nicht hunderpro, und da musste ich natürlich nochmal ran.

Letztlich hat es sicher nochmal 6 Wochen gedauert, bis das längst zugeschnittene Shirt endlich, endlich fertig wurde. Mensch.
Hat sich aber gelohnt, wie ich finde.

Am Donnerstag kommt die Kollegin ins Institut - das Baby ist mittlerweile 10 Wochen alt... - und sie soll jetzt doch endlich mal die Geschenke bekommen. Sonst passt das Set (in einer großzügigen Größe 74) bald gar nicht mehr...
Die Hose ist aus der Ottobre 1/2011 (hier) und sehr zu empfehlen. Meiner großen Kleinen L2 hab ich sie auch schon genäht, aus dem gleichen Stoff, und sie hat sich sehr bewährt. Der Schnitt ist klasse - meine Tochter ist überdurchschnittlich groß und kräftig, für sie eine Hose zu finden ist nicht so einfach. Diese Hose passt.

Das Shirt ist aus der Zwergenverpackung, erprobt und gut.

Hier nochmal die Stoffe in Nahaufnahme:

 

Bin äußerst zufrieden mit meinem NfA. Jetzt liegt nur noch die zu Weihnachten verschenkte Weste für meine Mama auf Halde. Also nur noch n Klacks :-)