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Samstag, 28. Juli 2012

Hundstagekleid für Kalifornien

Den freien Mittwoch habe ich genutzt um mir wetterkompatible Kleidung zu nähen. Sprich: einen Sommerrock und ein - richtiges - Sommerkleid.

Dank Christel konnte ich, wie geplant, den feinen Baumwoll-Karo-Stoff für das Kleid nehmen. Ich hatte zweimal zwei Meter gekauft und nicht bedacht, dass man bei Karo besser gleich mehr kauft. Beim Zuschnitt war schnell klar: Das wird so nichts. Der Schnitt besteht aus je einem Vorder- und Hinterteil, im ganzen Stück also, deshalb reichten die 2 Meter nicht. Auf dem Markt war er nicht mehr zu bekommen.
Christel, die Gewinnerin meines Stoffpakets, war so nett einen - wirklich schönen - Pünktchenstoff als Ersatz zu akzeptieren. Danke!

Der Schnitt ist aus einer Brigitte (!) vom letzten Jahr. Früher gab es ja wohl regelmäßig Schnitte in der Brigitte. Das Heft hab ich wegen dieses Kleids gekauft. Und ich finde es hat sich gelohnt. Der Schnitt ist denkbar einfach: Vorderteil mit vier Abnähern - im Rockteil unten gibt es welche, damit der Rock nicht so absteht, das gefällt mir gut! - Rückteil mit zweien (unten), dazugehörige Belege. Die Raffung habe ich mit einem Bündchen-Raffungsband gemacht, schnell und praktisch. Es braucht noch nicht mal einen Reißverschluss, ich kann es über den Kopf ziehen.

Hier die zwei Kleider aus der Brigitte, die ich anlässlich des London-Trips genäht hatte:


 Da ich vorhabe es ganz bald nochmal zu nähen, kann ich dann auch gerne nochmal ein Foto des Schnittes machen, falls gewünscht.
Das Kleid vom letzten Mal ist zu groß... Dieses hier passt nun perfekt - einzig die Träger rutschen ein bisschen, da gehe ich also nochmal ran.
Heute war Gelegenheit das Kleid zu tragen. Ich bin begeistert. Es ist perfekt: Der Schnitt ist toll, der Stoff trägt sich wunderbar, es ist lässig und doch kleidsam - und: einfach! Leider kann ich Euch grad nicht zeigen, wie gut mir die Karo-Anschlüsse gelungen sind :-)
Auf dem Weg zur Arbeit - die ich um 16 Uhr verlassen habe: niemand da ausser mir! Da genieße ich doch lieber den restlichen Tag im Biergarten um die Ecke (Bilder s.o.)
Und hier ein kleiner teaser: Der Sommerrock - coming soon!

Hoffen wir, dass der Sommer noch bleibt, damit wir unsere schönen Kleider tragen können!

Melleni

Montag, 18. Juli 2011

Brigitte Kleider

Vor Kurzem entdeckte ich die (zu der Zeit) neue Brigitte mit folgendem Versprechen auf dem Cover: Wunderschöne Kleider! Hört sich gut an. Mal schauen.

Nachdem ich mir einen kurzen Überblick verschafft hatte und spontan midestens zwei Kleider vielversprechend fand, durfte sie mit nach Hause. Der Sommerurlaub stand vor der Tür und luftige Kleider fehlten noch in meinem Schrank respektive Koffer. Meine Wahl fiel auf foldende zwei Exemplare:
Am nächsten Tag ging es an die Auswahl der Stoffe.

Für Kleid Nr. 1, das freizügige Stufen-Kleid mit Zopf ;-), sollte es ein dünner hellblauer Leinen-Mix-Stoff vom Markt sein. Bei Kleid Nr. 2 war ich noch etwas unentschieden, schließlich fiel meine Wahl auf einen dünnen altrosafarbenen leicht gecrashten (sehr polyesterhaften, aber dafür sehr pflegeleichten) Sommerstoff mit hübschen Stoffaplikationen in Blumenform.



Kleid Nr. 1:
Dieses Kleid hat mich ziemlich genervt - allerdings lag dies nicht am Kleid sondern eindeutig an meiner Umsetzung. Zum einen habe ich in einer ersten Version die Raffung an den zwei Oberteil-Hälften zu gering gehalten und gleichzeitig die beiden Teile mit zu viel Überlappung vernäht, so dass die Passform einfach nicht mehr stimmt, weil das Oberteil zu kurz wurde. Lehre 1: die vorgesehene Raffung so dicht bzw. eng wie möglich machen.

Laut Beschreibung sollte das Kleid mit Belegen gearbeitet werden. Ich habe mich für einen doppelten Zuschnitt der Oberteile entschieden, was eine gute Idee war.

Zum zweiten habe ich mindestens eine der Stufen falsch zugeschnitten, so dass mir am Ende der entsprechende Stoff fehlte. Da der Stoff auf dem Markt mittlerweile ausverkauft war, habe ich mich zu einem Mustermix durchgerungen - aber leider erneut zu wenig des schönen Rosen-Stoffes mitgenommen bzw. auch hier wieder eine Stufe zu kurz zugeschnitten. Nachdem ich die zwei Stufen wieder abgetrennt, neue aus dem Rosentoff zugeschnitten und gerafft sowie diese dann angenäht hatte, stellte ich fest: das Kleid ist eindeutig zu kurz.

Was nun? Catherine bestärkte mich in der Idee, einen anderen farblich passenden Stoff als Abschluss zu nehmen - sie gab mir aber den Tip, diesen nicht ebenfalls zu raffen sondern ihn ohne Raffung anzusetzen. Statt eines zuvor geplanten roten Stoffes habe ich mich für einen ganz hellen entschieden und finde das Ergebnis recht gelungen. Lehre 2 + 3: Immer genug Stoff kaufen und beim Zuschneiden nicht schludern (wie wahr...).

Das Kleid trägt sich gut. Sinnvoll erscheint ein Top zum Unterziehen - allerdings muss ich mich nochmal auf die Suche machen nach einem farblich passenden. Ich habe es aber auch schon ohne Top getragen :-) Ich musste mich erst ein wenig an die Passform gewöhnen, insbesondere die ungewöhnliche Ärmellösung, aber mittlerweile mag ich es sehr gerne und fühle mich darin wohl, vor allem mit Jäckchen.
Kleid Nr. 2 war deutlich einfacher zu realisieren. Das "kniffligste" sind schon die Abnäher... Das Oberteil ist von vornherein gedoppelt. Laut Beschriebung soll die Raffung im oberen Teil mit einem Unterfadengummi gearbeitet werden. Ich entschied mich für ein "Raffungsgummi", das ich vor Ewigkeiten mal bei Frau Alois gekauft habe (ich habe leider gerade kein Bild der Packung parat und weiß auch nicht, wie es wirklich heißt). Das Gummi dient dazu Rockbündchen sehr komfortabel auf die benötigte Breite zu bringen - ein "eleganter" Ersatz für "Tunnel"-Lösungen sozusagen.


Ich entschied mich für diese Variante. Ich finde das Ergebnis überzeugt.

Bevor ich das Oberteil nun gerafft habe, erschien es mir unglaublich groß - was sich nach der Raffung als unbegründet erwies: Das Kleid passt. Allerdings habe ich das Oberteil ein wenig in Breite und Höhe angepasst (sprich: verkleinert), so dass es auch locker in einer Größe kleiner gepasst hätte.Der Vorteil dieser Größe: es lässt sich auch ohne Reißverschluss anziehen... (sprich: ich habe es ohne genäht und es geht).

Gemäß der Beschreibung fehlt jetzt nur noch ein elastisches Schmuckband, das von aussen auf die Raffung zu setzen ist. Ein "Mangel", den ich eventuell noch beheben werde - vielleicht aber auch nicht.

Gerade von letzterem Kleid bin ich wirklich begeistert. Ganz sicher werde ich es nochmal nähen. Ich hatte erst ein wenig die Befürchtung, dass die Farbe zu fad ist, bin aber nun ganz angetan - insbesondere in Kombi mit kleinem Häkel-Jäckchen und mit etwas gebräunten Armen und Beinen. Der leichte beim Bügeln der Abnäher entstandene Qualm und etwas beissende Geruch kann insofern verkraftet werden, als dieser Stoff absolut bügelfrei und schnelltrocknend ist :-)

Hierfür also von mir: drei Sterne ***


Hier noch eine kleine Impression von unserem derzeitigen Aufenthalts- und Urlaubsort in Ostwestfalen: blauer Himmel - auf ins Schwimmbad!

Eine sonnige Woche wünscht
Melleni