Mittwoch, 14. August 2013

Bleibt alles anders

Ich formuliere es jetzt mal etwas pathetisch: Am Samstag hat für meine Familie ein neues Zeitalter begonnen. L1 wurde eingeschult und geht seit Montag fröhlich in die Schule. Die wunderbare Kitazeit ist damit für meine Große nun definitiv vorbei - nicht ganz einfach für L2, die ihre Schwester in der ersten Zeit ziemlich vermisst hat. 

Mittlerweile, nach ein paar Tränen und dem dritten Geburtstag, kann sie sich mit der Idee anfreunden, von jetzt an ihren Tag ohne ihre große Schwester in der Kita zu verbringen. Ein großer Schritt!

Ab sofort wird also ein Gutteil unseres Lebens vom Schulsystem diktiert gerahmt. (Passend dazu: Das Lob auf die Berliner Schule von Götz Aly) Lange Wochenenden in Westfalen sind damit, nunja, nur bedingt möglich. Doch die sicherlich einschneidenste Veränderung ist eine alltägliche: Schon der Einstiegsstundenplan sieht den täglichen Beginn um 8 Uhr vor. Das heißt: um 7:50 ist das Kind an der Schule. Mir scheint, dass ein Aufstehen um 6:20 etwas knapp ist, wenn ich frühstücken will, ist 6:15 besser weil entspannter. Im Moment ist das gut machbar, ich werde eh oft um 6 wach - aber im November? Oje...

Das grundsätzlich gute Gefühl, das ich in den letzten Wochen entwickelt habe, trägt bis jetzt. Und erstaunlicher Weise habe ich, anders als vermutet, am Samstag praktisch keine Tränen verdrückt. Die Stimmung auf der Feier war sehr wuselig und nicht so tragend und feierlich, so dass ich recht entspannt und gefasst durch den wunderbaren Tag gerutscht bin.

Nach der Feier sind wir - meine Eltern, mein Bruder mit Freundin und Baby, zwei erwachsene Cousin/en der Kinder und L1's Lieblingserzieher/innen - lecker essen gegangen. Nachdem ein nicht angekündigtes Regenschauer unsere Pläne für eine große Kaffeetafel mit allen frisch gebackenen Schulkindern aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft - immerhin 4! - zunächst durchkreuzt hat, haben wir Eltern uns dann doch noch spontan zusammentelefoniert und den Tag mit 40 Leuten aus der Nachbarschaft grillend, essend, quatschend und trinkend ausklingen lassen. Die Kinder mussten spät um 10 eingefangen werden. Es war phantastisch!

Jetzt noch ein Blick auf das wichtigste Utensil des Tages: die Schultüte. Ich war erst etwas ratlos über die Füllung. Letztlich hab ich, glaube ich, eine gute Mischung gefunden: neben ein "bisschen" Süßkram, Ella in der Schule, ABC-Stickern und Badetabletten, einem hübschen Notizbuch, ein Kuschelstern für den Ranzen und - der Knaller! - die aktuelle Radio Teddy CD.


Apropos Schultüte: Die Erstellung wäre einen eigenen Post wert. Ich sag nur so viel: Schlichte und schöne Tüten sind nach meiner eingehenden Marktstudie eine echte Marktlücke. Das was auf dem Markt ist ist meist jenseits von Gut und Böse - auch bei D*wanda... :).

Selberbasteln ist für mich mehr Bürde als Spaß - aber ich habe mich der Herausforderung gestellt. Und bin mehr als zufrieden. Die freundlichen Verkäuferinnen bei idee waren sehr hilfreich und haben mir gleich im Laden Schmetterlinge und Blumen aus passendem Papier ausgestanzt, ein Foto des Schulkindes war schnell auf Klebefolie gedruckt und mit den super tollen Maskingtape konnte selbst ich ein passables Ergebnis zaubern.

Ebenso zufrieden bin ich mit dem Einschulungskleid (nach diesem Schnitt): Hier das offizielle Einschulungsfoto, mit stolzen Eltern und aufgeregtem Kind.



Ich wünsch Dir eine schöne Schulzeit, meine Große!

Kommentare:

  1. Was habt ihr für ein Glück. In 14 Tagen beginnt für unseren Großen der Ernst des Lebens: 07:15 Einlass-Schluss ins Klassenzimmer, Unterrichtsbeginn 07:30 Uhr.
    Fürchterlich!

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  2. Hach, wie toll! Da hattet Ihr ja einen schönen Tag! Insbesondere das spontane Grillen hört sich wunderbar an. Und ich kann verraten, dass 6h im November grauenhaft ist, aber im Januar ist es noch viel schlimmer, hihi. Aber bis dahin hast du dich dran gewöhnt! Das wird!
    Habt gute erste Wochen und dann sehen wir uns ja schon!
    Liebe Grüße, Juli

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  3. Beide Mädchen kommen bestimmt bald mit der Situation gut klar. Sie sind ja beide fit und ausgeglichen.
    Bei uns werden die Schultüten zum Glück im Kindergarten gebastelt, die Eltern dürfen aber helfen.

    Liebe Grüße
    Julia



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  4. Schön, dass Ihr so einen tollen Start hattet! "Und alles bleibt anders" trifft es genau.....Seit dem Schulbeginn steh´ich auch um 6.00 Uhr auf, im Sommer geht es so einigermaßen, im Winter hasse ich es (als bekennender Nachtmensch & Immer-Friererin....).
    Herzliche Grüße
    Sabine

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