Samstag, 12. Mai 2012

Virtuelles gemeinsames Nähen: Kleid 105 - macht noch jemand mit?

Bei der Vorstellung meiner Blümchenpläne hatte Arlett die Idee zu einem virtuellen gemeinsamen Nähen des Kleides 105 aus der deutschsprachigen Knip (Knipmode special Frühjahr/Sommer 2012):


Prima Idee!
Juli will das Kleid auch nähen. Bist Du dabei, Juli? Das wär toll, ein virtuelles Nähprojekt mit Euch beiden in der alten Studienstadt.

Dann wären wir schon drei!

Falls das Kleid noch bei jemandem ganz oben auf der Liste steht: einfach melden.

Stellt sich die Frage nach dem Zeitplan. Ich habe heute den Schnitt abgepaust und den Rock zugeschnitten. Das wird der Test, ob der Stoff funktioniert. Ich persönlich würde das Kleid dann nächste Woche ausprobieren wollen. Arlett: ist das zu flott oder passt das in Deinen Plan?

Die Erwartungen steigen. Ich hoffe sehr, dass das Kleid hält, was der Schnitt verspricht.

Melleni

PS: Wiebke, keine Angst, ich schnapp nicht über! Das sind die Pläne ab jetzt, natürlich für den Juni gleich mitgedacht... :-)


Donnerstag, 10. Mai 2012

Blümchenmonat: Pläne

Bevor ich die Pläne für die nächsten Kleider präsentiere möchte ich ein kurzes Resumee zu meinem Jammerpost ziehen. Vielen Dank für Eure sehr differenzierten und überaus hilfreichen Antworten. Was ist mein Fazit? Ich werde erstmal was anderes machen - da kommt der Blümchenmai natürlich genau richtig. Vor Euren Kommentaren war mein Plan: erstmal nen Rock und was einfaches - und dann nochmal das Retrokleid. Die Antwort von Julia meine "großartige" Belegidee betreffend hat mich da doch etwas sekptisch gemacht, ob ich es mit dem Schnitt nochmal versuchen soll... Aber ich glaube, er ist schon schön.
Anyway.
Mehr Zeit sollte ich mir nehmen, etwas mehr Muße und Geduld. Etwas akkurater arbeiten. Und - in Anlehnung an Lucy wunderbaren Vergleich ("wenn wirs mit Fremdsprachen vergleichen, unterhalte ich mich zur Zeit immer nur über das Wetter und vermeide Gespräche über Quantenphysik"): mehr "Wetter"kleidung nähen!

Meike schrieb: "und ich glaube die Bloggerei macht es dann auch nicht besser, weil es dadurch so schwierig ist, eine Pause zu machen. Ich würde jetzt auch nicht "irgendwelche" kleinen Erfolgsprojekte zwischendurch machen, sondern warten, bis du wieder etwas "brauchst"." Naja, brauchen ist ja relativ - also, um ehrlich zu sein, brauch ich DRINGEND was. Mir fehlen Röcke und auch wirklich schöne Kleider. (Das ist keine Koketterei...) Und in diesem Fall finde ich die Bloggerei schon sehr hilfreich, aus dem Kreatief wieder rauszukommen. Wie gut, dass ich noch einen großen Stapel Blumenstoffe mein eigen nenne - und dass gerade per Post drei Knip-Hefte den Weg zu mir gefunden haben!

 Ein Blumen-Heft (Mai 2012) mit Rockbeilage - so schön! Und: eine deutsche Ausgabe. Jippie. Ich näh ja generell nicht so nach Beschreibung (*flöt*), aber bei etwas komplizierteren Schnitten finde ich nachlesen doch immer wieder sinnvoll und da reichen meine Niederländischkenntnisse einfach nicht aus.
 Dieser Rock steht auf jeden Fall auf dem Plan:
 Ebenso wie dieses Kleid (Nr. 5) aus rekkbaren trikotstoff...
 So könnte es aussehen:
 Und dieses ist auch ein Favorit (leider gerade ohne technische Zeichnung, es ist schon spät):

Und jetzt kommt die Nr. 1, die ich als erstes ausprobieren will:

 Hier nochmal als Zeichnung. Ich hoffe, dass es hält, was es verspricht (was meint Ihr?) - es hat nen Kragen und einen Wickeleffekt, ohne gewickelt zu sein. Denn das war eine weitere Lehre aus den zwei letzten Posts: Finger weg von Wickelkleidern!

Was haltet Ihr von diesen Stoffen:


Die Stoffe sind vom Markt, feste Baumwollstoffe. Ich bin ein bisschen skeptisch, was ihre Falleigenschaften angehen. Beim Wickelkleid hier hat sich der Stoff jedenfalls nicht bewährt. Ich habe aber die Hoffnung, dass es da am Schnitt lag und sich das Problem bei diesem Pseudowickel nicht ergibt. Hoffentlich.


Wenn ich so darüber nachdenke, muss ich sagen, dass ich eigentlich mehr Blümchen- und Blumenkleider habe als solche ohne Blümchen. Ich kaufe ständig Blumen/Blümchenstoffe und habe da auchüberhaupt keine Hemmungen. Theoretische Überlegungen, welche Art von Muster zu welcher Art von Schnitt passt, habe ich bislang keine angestellt. Ich bin da recht hemmungslos im kombinieren. Mir gefallen Blumen in allen Größen und Arten, es kommt allenfalls auf die Farbe an, und, klar, darauf, ob mir das Muster halt gefällt.


Eigentlich ist jetzt ein knallroter Stoff dran, ich plante ein Kleid - aber der hat leider keine Blümchen, deshalb muss er noch ein bisschen warten. Ich hab mich entschieden, mich nach dem jetzt abgeschlossenen Quantensprung (*flöt*) komplett auf die Knip-Hefte zu konzentrieren. Das muss doch zu schaffen sein. Drückt mal die Daumen!

Melleni

PS: Hier noch drei weitere blümelige Stoffe, die schon länger auf Verarbeitung warten.





Mittwoch, 9. Mai 2012

MeMadeMittwoch - Hawaikleid (FlowerPowerAuftakt)

In meinem gestrigen Jammerpost war ursprünglich noch ein weiteres Kleid vorgesehen, das ich schon seit ein paar Wochen fertig habe - aber bislang nicht getragen habe.
Ich danke Euch herzlich für Eure ausführlichen Kommentare. Ich kann tagsüber leider nicht antworten, was ich sehr gerne gestern getan hätte, werde Eure Gedanken bei Gelegenheit aber wieder aufgreifen.

Bronte schrieb in ihrem Kommentar:

"Was ich von dir sehe, ist mir zwar oft zu bunt :), aber nähtechnisch wunderbar!"

Ich sag mal so: gegen dieses Kleid sind meine bisherigen Sachen eher trist und grau.
Voila!


Kennen alle schon die Aktion von Meike, den Mai zum Blumenmonat und uns zu Blumenmädchen zu machen? Statt also diese hawaieske Kreation in meinen Stagnationsüberlegungen zu würdigen, möchte ich es am heutigen Mittwoch als Blumenauftakt präsentieren.

Kurz zu den Fakten: Der Schnitt ist von Butterick und wurde von mir mittlerweile mehrfach (hier und hier) genäht. Diese Version ist aus einem Viskosejersey vom Markt.

Wenn ich die Bilder hier sehe, denke ich: Is doch ganz gut geworden, sieht doch passabel aus (klar, über Farben und Muster kann man streiten). Nur: Ich hab es noch nie getragen. Das mag am Wetter liegen und den Flatterärmeln, die weder Unterziehshirt drunter noch Strickjäckchen drüber mögen.
Aber ich hab das Gefühl, dass es das nicht ist. Catherine hat neulich mal zu Wickelkleidern gesagt/geschrieben, dass die einfach gut sitzen müssen. Die rehbraune Variante tut dies nicht, ich trage das Kleid nicht. Und auch dieses macht mich nicht wirklich glücklich. Ich fühle mich einfach nicht wohl. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Ausschnitt nur so klein ist und man das Hemdchen kaum sieht? Irgendwie irritiert mich das. Ich empfinde das Kleid auch eher als unvorteilhaft, obwohl ich das auf den Fotos nicht unbedingt nachvollziehen kann...

Meike fragte ja nach der Passfähigkeit von Blümchenstoffen und Schnitten - ich habe das Gefühl, dass mir der Stoff als Wasserfallkleid einfach besser gefallen hätte. Der Schnitt hätte besser gepasst.

Mein Fazit: Der Schnitt ist nicht optimal, das rote Kleid ein Glücksgriff. Wird erstmal nicht wieder genäht.

Wer heute noch zu Blümchenkleidern gegriffen hat, seht ihr hier.

Sonnige Grüße
Melleni


Dienstag, 8. Mai 2012

Stagnation = Fortschritt?

Der Untertitel dieses Posts passte leider nicht in die Spalte: "Heute muss ich mich mal ausheulen, es wird ein bisschen peinlich, aber wir sind ja unter uns und ich spreche auch über merkwürdige Größenkonstruktionen."
So. Jetzt seid Ihr im Bilde.

Anlass für diesen schon länger geplanten Post ist der Tulpenrock Minu von Schnittchen. Vor einigen Wochen gekauft, hatte ich ein sehr nettes Gespräch mit Frau Schnittchen, weil mir etwas nicht ganz klar war bei der Fertigstellung des Rocks. Das Problem wurde gelöst, ich wählte vorsichtig die Größe 44 und war mit dem Ergebnis recht zufrieden. Der Rock ist schön, er näht sich flott und nicht kompliziert.

Leider konnte ich ihn nicht schließen. Also: ich bekam ihn zu, konnte mich dann aber nicht mehr hinsetzen. Unpraktisch also.
Mir kam das ganze komisch vor. Zum Nähkurs bei Linda nahm ich den Rock mit, ich wollte wissen, ob der Schnitt überhaupt was für mich ist und also eine Vergrößerung Sinn macht.
Ohne Erläuterungen, die sie hätten beeinflussen können, hielt ich ihr den Rock vor und fragte: "Was denkst Du, welche Größe ist das?" "38/40."
Meine Nachbarin F. zog ihn an, siehe da: er passt ihr.
Sie trägt übrigens Rockgröße 38.
Ich frage mich, wem der Rock in Größe 34 passen soll. Meiner 5jährigen Tochter?
Ich finde den Rock sehr schön, Linda gab mir Tipps zur Vergrößerung und ich werde ihn nochmal probieren. Hat noch jemand Erfahrungen mit Schnittchen-Schnitten? Ich kapier einfach nicht, wie der Rock 2 bis 3 Größen kleiner ausfallen kann...

Die Fotos sind Sonntag Nachmittag entstanden. Die Instruktion für den Fotografen: Keine Präsentation, sondern Dokumentation. Entsprechend ist die Qualität zum Teil etwas hemdsärmelig.

Den folgenden Rock aus einer Burda vom letzten Herbst, den ich bereits in schwarz und rot genäht hatte. Auf dem Markt fand ich einen dunkelblauen, sehr stretchigen, angerauten und festen Rockstoff sowie cremefarbenes Paspelband. Ich hatte sowas mediteranes im Kopf, fremdelte aber von Anfang an mit dem Blau und, ach, irgendwie allem. Die Paspeln nervten mich anfangs, irgendwann wurde es besser. Es dauerte länger als gedacht, ich hatte den Rock ja schon dreimal (inklusive eine zu enge Version...) genäht.
Zum Schluss dann das traurige Erwachen: Pfusch!
Kommen wir zu den TFT-Kleidern. Diesen Schnitt kaufte ich im letzten Herbst

Ein wirklich schönes Karokleid ist entstanden, das ich im letzten Winter oft und gern getragen habe. Zwei weitere Versuche sind leider gescheitert, weder eine Version aus festem, schwerem Jersey, noch dieser wunderschöne Viskose-Anzugstoff mit moderatem Stretchanteil eignet sich. Es gibt also zwei Möglichkeiten: Entweder großflächiges Muster wählen - oder Post-Schwangerschaftsbauch effektiv wegtrainieren.
Kommen wir zum letzten Beispiel, meinem Retrokleiderschnitt, den ich bereits zu Weihnachten ausprobiert hatte, ebenfalls erfolglos. Damals hatte ich einen schönen Wollstoff gewählt und Größe 42. Mir schien das zu klein, so dass ich dieses Mal auf Nummer Sicher gehen wollte und die 44 zuschnitt.
Ihr ahnt, was kommt: Der Zuschnitt war viel zu groß. Nach einem langen Nähabend und einem großen Sack am Körper lehnte ich mich zurück, atmete nochmal durch und entschied mich dazu, das Kleid ganz entspannt zu ändern. An den folgenden zwei Abenden änderte ich also die Weiten, nahm gut 3 cm an jeder Seite ab - erwähnte ich, dass das Oberteil gefüttert ist? - änderte also auch das Futter... Ich flötete fröhlich vor mich hin, da ich mich ganz auf den Prozess einließ und, nicht wie sonst, das Kleid ungeduldig und frustriert in die Ecke pfefferte.

Das Ergebnis: eine beständige Verschlimmbesserung. Ich hab das Gefühl, dass das Kleid wirklich gut werden könnte - aber nicht sicher nicht dieses.

Das Rockteil scheint mir jetzt passend zu sein, aber das oberteil passt hinten und vorne nicht. Jetzt frage ich mich natürlich: Nochmal in der 42 versuchen? - Ich hab aber das Gefühl, dass das immer noch zu groß ist. Wenn ich die 42 nehme - kann ich dann diesen Rock nehmen? Da smüsste doch klappen, oder?

Ausserdem habe ich mir überlegt, das Füttern zu lassen. Klar, Futter ist ne tolle Sache, wenn es klappt, aber wenn man nicht hundertpro sauber und akkurat näht, wirds schnell ungenau (klar) und unschön. Bei diesem Oberteil kann das schnell passieren. Was meint Ihr: Kann man nicht die Belege einfach selbst konstruieren aus den einzelnen Teilen? Das müsste doch klappen, oder? Oder was spricht bei diesem Kleid für das Futter? (Vielleicht hat Julia eine Idee?)

Ich fühle mich ein bisschen so, wie zu dem Zeitpunkt bevor ich das Schicksalskleid fand."Nichts" gelingt mir, es ist zum Mäusemelken. Wenn nicht bald was passiert such ich mir ein anderes Hobby. Echt.

Wie war das bei Euch: Habt Ihr einfach Talent und gelingt Euch das Nähen ohne Mühen? Hadert Ihr manchmal mit Euren Fähigkeiten? Habt Ihr beim Nähen eher kontinuierliche Fortschritte gemacht oder gab es Quantensprünge? Mich erinnert das grad an das Sprachenlernen, sagen wir Englisch: Man lernt, kann die Sprache dann ganz gut - und kommt dann an seine Grenzen. Der Prozess stagniert, es gibt keine merklichen Fortschritte mehr. Und irgendwann ist die Stagnation überwunden und es geht auf höherem Niveau weiter.

Soweit die Theorie. In der Praxis schieb ich grad einen veritablen Frust, werde mich jetzt an Röcken versuchen - und kündige hiermit schonmal die nächsten 5 Knotenkleider an. Schmoll.

Wie geht Ihr mit so konkreten Frustsituationen um? Weitermachen? Pause? Was simples nähen? Neue Pläne machen? Fenster putzen?

Ich werde wohl ein oder zwei vermeintlich einfache Projekte einschieben und mich dann nochmal an dem Retroschnitt versuchen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Melleni

PS: Wer Interesse an dem Vogue-Schnitt (Größen 14 - 20) hat: Bitte melden! Ich verschenke ihn.

Sonntag, 6. Mai 2012

Wochenrückblick KW 18

[GEFREUT] Über einen sehr netten und leckeren indischen "Express-Lunch" mit Maria am Montag. Über die kurze Arbeitswoche. Über meine gute Arbeitsperformance :-) ("aufdieschulterklopf")

[GEKOCHT] Mediteranen Nudelsalat, völlig verunglückte Zucchiniepuffer mit Gurkenschmand, ein neues improvisiertes Spargelrezept: Spargelstangen bestreut mit Butter, Parmesan und gehacktem Ei, dazu Kartoffelstampf - auch sehr lecker mit Parmesan! Köstlich!
[GEBACKEN] Sehr leckeren Rhababerkuchen: 50g weiche Butter mit 300g Zucker schmelzen, Vanillezucker und 3 EL Zitronensaft [ich nehme immer Limette, finde ich aromatischer] dazu, schaumig rühren, 250g Mehl mit 1 TL Backpulver und ner Prise Salz eintreuen und verrühren. Anschließend 200g Saure Sahne unterziehen sowie 400g Rhababer in Stücken. Für 40 Min. bei 180 Grad in die Röhre.
 


[GENÄHT] Oh, ein ganz wunder Punkt diese Woche: Ich hab mich am Weihnachtsretroschnitt versucht - und bin kläglich gescheitert (Post folgt morgen). Als kleine Frustabbaumaßnahme: ein Wickelkleid, fast fertig.

[GESEHEN] Total zufällig habe ich eben beim Sport in die letzte dreiviertel Stunde von Notting Hill reingezappt. Hach. Ich fahr ja ab auf so nen romantischen Kitsch. Als ich hängenblieb war Hugh Grant gerade dabei, sich Julia Roberts aus dem Kopf zu schlagen. Dann die ganzen Irrungen und Wirrungen, sie schenkt ihm nen original Chagall (zugegeben, ein bisschen dick aufgetragen) und am Ende steht er in dieser Pressekonferenz und fragt sie ob sie sich nicht doch vorstellen kann, bei ihm, dem "Schlappschwanz" zu bleiben. Geigen, alle jubeln und sind glücklich - großes Kino :-) Doppelhach.

[GELESEN] Natascha Freundels sehr lesenswerte Spurensuche über das Heimatland ihrer Mutter, die Ukraine. Zwei interessante Interviews: Mit Gerd Billen, ehemals BUND, heute Chef der Verbraucherzentralen, über üble Verwirrungsstrategien auf Nut*llagläsern (echt perfide) und die Mündigkeit der Verbraucher sowie mit dem derzeitigen Chef von Greenpeace International, Kumi Naidoo, dem ersten aus einem Nicht-Industrieland, über den Strategiewechsel beim Ökoriesen.

Mittwoch, 2. Mai 2012

MeMadeMittwoch - wiedergefundener Sommerrock

Da meine Nähkünste mich im Moment tendenziell im Stich lassen und ich grad so gar nichts gescheites zu Wege bringe, freue ich mich, dass ich gestern beim Saisonwechsel (Sommerkleider rein - Winterröcke raus) einen netten Alltagsrock wiedergefunden habe.


Der Schnitt ist nach Simplicity 2451, ein einfacher Bahnenrock - mit Taschen! Der Stoff ist eine Leinenart - bügeln hätte ihm vor dem Foto gut getan. Zu spät jetzt.Wie heißt es immer über Leinen? Stoffunebenheiten und knittern sind natürliche Materialeigenschaften und also edel. Gehört so.


Der heutige Mittwoch soll in Berlin warm werden, 29 Grad sind angesagt. Ich denke, ich werde den Rock also tatsächlich tragen.

Ich hatte ihn am Ende des Sommers im letzten Jahr genäht und bin nie richtig warm mit ihm geworden. Auf den Fotos sieht er nicht besonders vorteilhaft aus, der Liebste - mein schärfster Kritiker :-) findet ihn aber gut.

Ich hab ein paar Rest-Stoffe herumliegen, die sich gut zu einem (stoffsparsamen) Bahnenrock verarbeiten lassen.

Ich wünsche den anderen MMM-Teilnehmerinnen, die sich heute bei Catherine versammeln, einen sonnigen, erfolgreichen Tag!

Nachtrag: Bin mittlerweile angezogen und habe eine schöne Kombi gefunden. Hier ein paar schnelle Wackelbilder:




Sonntag, 29. April 2012

Wochenrückblick KW 18 - August im April

[GEFREUT] Ich habe einen Platz gefunden für L1 im Schwimmkurs in unserem Fitnessclub. Der Kurs dort ist eigentlich recht teuer und auf halbe Jahre angelegt - aber sie kann jetzt in einen laufenden Kurs einsteigen. So überbrücken wir die Zeit bis zum Sommer und sie kann an den Osterferienkurs bei Oma und Opa anschließen und verlernt so nichts. Und ich kann die Zeit sinnvoll nutzen und auch gleich ne Runde im Pool drehen. Win-win würde ich sagen.

[GEKOCHT] Bohnen-Gemüse-Tomaten-Eintopf, Blumenkohlcurry, Lieblings-Spargel-Gericht. Die Beelitzer-Spargel-Saison ist eröffnet!

[GEBRÜLLT] Für den heutigen Sonntag waren 33 Grad angesagt. Da meine Kinder meine sehr, sehr helle Haut geerbt haben, sind wir gegen 10 - also für unsere Verhältnisse sehr zeitich - dick eingecremt aus dem Haus und zum Tempelhofer Feld gefahren, um die Mittagssonne zu umgehen. L1 kennt sich aus und fuhr direkt vom Auto mit dem Rad los, auf die Rollbahn, immer gradeaus. Dem Liebsten fiel ein: Ach ich hol mal schnell noch den Drachen aus dem Auto. Weg war er. Ich mit Buggy hinter L1 her. Sie fuhr schnell. Wir entfernten uns immer mehr. Ich rief hinter ihr her, nichts. Ich überlegte, einen Radfahrer anzuhalten um mir ein Rad zu leihen... Hatte aber noch L2 im Buggy dabei. Der Liebste war nicht zu sehen. Irgendwann war sie nur noch ein winziger weißer Punkt am Horizont. Ich sah sie und hatte das Gefühl, dass sie abbiegen wollte. Das wäre sehr schlecht gewesen, im Sinne des Familienzusammenhalts. Ich wurde leicht panisch. Sprach eine Skaterin an, sie möge doch bitte zu dem Kind da vorne fahren und ihr sagen: FAHR ZURÜCK! Was war ihre - sehr freundliche - Antwort? Sorry, bin ziemlich fertig, kann das nicht mehr fahren. Keine Nerven, sie zu beschimpfen. Fing an zu brüllen. Also, dem Kind hinterher.
Eine Joggerin checkte die Lage und sprach L1 an. und lief mit ihr zu mir zurück. Die Nerven beruhigten sich schnell. Glückliche Mutter. Der Tag war gelaufen. Wurde noch sehr schön :-)


[GENÄHT] Der Blazer ist fertig! Und: Das Weihnachts-Retro-Kleid in Frühlingsversion fast.

[GEGUCKT] Ich komm grad aus dem Kino und Barbara gesehen von Christian Petzold, mit Nina Hoss. Bin sehr angetan. Yella hab ich im Fernsehen gesehen und fand ihn etwas zäh, was vielleicht auch am Fernsehen lag. Ich kann den Film uneingeschränkt empfehlen. Eine gute Geschichte, eindrücklich gespielt. Was mir irgendwann mittendrinn auffiel: der Film verzichtet komplett auf Musik. Sehr wohltuend, aber auch ungewohnt. Und: Barbara hat einen schönen Kleiderstil. Schlicht, weiblich, fast schon elegant.

[GELESEN] Die Zeit nimmt sich in der aktuellen Ausgabe sehr differenziert und lesesnwert eines Themas an, das mich schon seit geraumer Zeit beschäftigt: Der Dogmatismus und die Ideologie aktueller Stillkampagnen.

[GEWUNDERT] Hannelore Kraft fordert, dass alle Kinder in Kitas gehen? Bravo, super Vorschlag. Da muss ich Frau Schröder ausnahmsweise mal zustimmen: Wer sowas fordert, hat ein höchst verqueres Welt- und Menschenbild. Ausgerechnet die NRW-Ministerpräsidentin des Landes mit der geringsten Quote an Kitalätzen. So ein Quark. Es geht um echte Wahlfreiheit - und nicht darum, eine Kitapflicht einzuführen.