Montag, 12. Dezember 2011

Weihnachtskleid Sew-Along 2011: Nähen

Unser Weihnachtskleid Sew-Along steht ja (implizit) unter dem Motto: sich selbst Gutes tun. Ganz im Sinne des schönen Mottos: Der Weg ist das Ziel macht es doch Sinn bereits beim Nähen damit anfangen.

Bevor es also losgeht, erstmal die wichtigsten Basics zurechtlegen: Nahrung und Kultur.

In diesem konkreten Falle: Schoki und Musi.

Meine all time Winter favourites, die zum Nähen ideal sind:
Der gute Robbie Williams (großartig für diese Zeit), Roberta Flack ("killing me softly", das Original), Bach (perfekt zum konzentrierten Arbeiten), Tori Amos, Norah Jones und Pink Floyd (muss man nichts zu sagen, oder?)
und - im letzten Jahr entdeckt: Philipp Selway Familial
  

Hier nochmal eine kleine Erinnerung zum Schnitt.
Nach dem letzten Post stand noch der Futterzuschnitt an. Dafür ist schonmal der halbe Teddy  drauf gegangen...

Das Nähen ging mir erstmal ganz gut von der Hand. Ich hab mir einen halben Samstag und einen Montagabend dafür reserviert. Ich hab mit dem Oberteil begonnen, das durch eine interessante Schulterlösung gekennzeichnet ist. Die linke Seite wird übergeklappt und mit Druckknöpfen befestigt.

Das Rockteil ist nicht wirklich schwer, die recht ungewöhnliche Schnittführung finde ich in der Umsetzung sehr ansprechend. Das wird ein eleganter Rock.
So. Die Probleme kamen, als es ans Füttern ging. Erwähnte ich, dass ich mit Futter auf Kriegsfuß stehe? Ich fürchte, ich muss hierzu nochmal nen Nähkurs machen (und für das Reisßverschlussfinish auch...): schon der Zuschnitt wird immer unsauber, das Nähen erst recht - und das Einsetzen? Fragt nicht.

Meine Nerven vollends verloren hab ich, als ich feststellte, dass ich das Rockfutter SEITENVERKEHRT genäht habe.

Hinzu kommt, dass das Oberteil recht knapp sitzt - insbesondere der Ärmel -, und mich die Stoff-Ärmelkombi nicht hundertpro überzeugt (ich finde dieses dunkle, langärmelige Kleid doch ein bisschen zu streng für Weihnachten) und ich mir schlichtweg Kleiderfrust und aufwändige Trenn- und Änderungsarbeiten ersparen will, so kurz vorm FEST. Kurzum: Das Kleid wird auf jeden Fall genäht - aber eine Nummer größer und mit kürzerer Ärmelvariante.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich werde den ursprünglichen Plan nicht weiter verfolgen. Das Kleid wird so nicht realisiert, im neuen Jahr folgt eine zweite Fassung. Das bisherige Weihnachtskleid wird zum Probekleid degradiert - und höchstwahrscheinlich als sehr schicker Rock in meinem Schrank landen.

Hier das Ergebnis an der (einarmigen) Frau, noch nicht zusammengenäht, versteht sich.

Fazit: VORERST GESCHEITERT (wo hab ich das neulich noch gelesen...?)
Es braucht einen Plan B.
Der ist natürlich schon entwickelt.
Nur so viel: das Kleid ist, im Vergleich zu diesem, SEHR farbig und der Schnitt wurde von mir schon genäht aber in einer anderen Fassung.
Nächste Woche mehr!


Ich hoffe Ihr seid Euren Zielen ein großes Stück näher gekommen und werde heute abend mal gucken!

Melleni

Kommentare:

  1. Ach ja, an einem Montag morgen kränkelnd im Bett zu liegen, kann ätzend sein, aber wenn man dann alle Weihnachtskleidnäherinnen besucht, geht es. Und so kann ich auch mal kommentieren ;-)

    Bei dem Oberteil scheint mir das Problem weniger in zu eng zu liegen als in einem zu tiefen Armausschnitt, der verhindert, dass du den Arm heben kannst. Beim nächsten Versuch kannst du den Ausschnitt sicherlich einen Zentimeter höher legen :-)

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  2. Wie gut, dass wir jetzt die Formel "vorläufig gescheitert" für alle möglichen und unmöglichen Anwendungsgebiete habe - da weiß man gleich, da kommt noch was ganz, ganz großes hinterher ;-)

    Ich glaube Michou hat recht: der Armausschnitt ist zu groß und zu tief. Und abgesehen davon, dass es nun nicht richtig sitzt, sieht das halbe Klied recht gut aus. Den Schnitt solltest du nicht aus den Augen verlieren.

    viele grüße! Lucy

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  3. Oh, ich fühle mit dir, bin wohl auch gescheitert.
    Noch ist es nicht in der Tonne......... aber bald??!!

    LG.
    Christine

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  4. Hm, der Ärmel sitzt meiner Meinung nach eigentlich nicht zu knapp, sondern das Armloch ist zu tief. Das ist ein Fehler des Schnittkonstrukteurs, nicht Deiner. Für mehr Bewegungsfreiheit und weniger Faltenbildung beim Bewegen müßte der Ärmel unter dem Arm weiter oben sitzen (also das Armloch nach unten kleiner sein). Klingt komisch, ist aber so :-)
    Wenn man sich das Prinzip mal angucken möchte, hier ist es gut erläutert:
    http://frieda-freude-eierkuchen.blogspot.com/2011/05/das-armloch-und-wie-es-die.html
    (nein, das ist nicht mein Blog)

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  5. Ich hatte meinen Plan ja auch noch mal geändert und ein Kleid nach bewährtem Schnitt genäht, gefällt mir auch nicht 100%ig.......
    Ich bin jedenfalls auf das buntere Kleid gespannt, ja und Schokolade hilft....
    Herzliche Grüße
    Sabine

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  6. Vielleicht tröstet der Satz " Man weiss nie, wofür etwas gut ist " ? In Deinem Fall vielleicht , dass Du anschliessend einen tollen Rock hast und dass Du dIch an Weihnachten in etwas fröhlich Buntem sehr viel wohler fühlen wirst ? Ich habe übrigens auch so einen RestKleidRock im Kleiderschrank ;)
    Liebe Grüsse Dodo

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  7. Das tut mir so Leid. Der Schnitt sah wirklich vielversprechend aus, aber nun ... ja, das ganze sollte erstmal im Schrank verschwinden. Also weg damit und Kopf hoch. Bin gespannt auf das bunte Projekt!

    Liebe Grüße
    Maria

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  8. Ui,ui,ui...das ist aber nochmal spannend hier. Da bin ja schon sehr auf nächste Woche gespannt.

    Nervennahrung ist wichtig!

    Viele Grüße madebymyself

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  9. Ohjeeee... ich habe auch einen Neustart gemacht.
    Ich bin sehr auf Dein neues Kleid gespannt.
    Liebe Grüsse Julia

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